Fachbegriffe aus meiner Homepage:

Akutsprechstunde: Sprechstunde für akut Erkrankte, gleich wie schwer die Erkrankung ist

Vorsorgeuntersuchungen: Untersuchungen zur Früherkennung von Erkrankungen. Viele Erkrankungen machen in der Frühphase keine Beschwerden, können in dieser Zeit aber sehr gut behandelt werden. Daher ist die Früherkennung von Krankheiten besonders wichtig. Dabei gehen sinnvolle Untersuchungen auch über das hinaus, was von den Krankenkassen empfohlen und bezahlt wird.

Labordiagnostik: Untersuchungen des Blutes auf bestimmte Parameter

Hochfrequenzsonde: eine Ultraschallsonde mit hoher Frequenz. Ultraschall ist im Prinzip ja ein Schall, der aufgrund seiner hohen Frequenz für uns nicht hörbar ist. Normale Sonden für den Ultraschall haben Frequenzen zwischen 2,5 und 5 MHz, Hochfrequenzsonden haben deutlich höhere Frequenzen bis 10 MHz und darüber. Vorteil: deutlich Bessere Darstellung im Nahbereich, also unmittelbar unter der Haut. Hautnahe Darmstrukturen sowie die Schilddrüse und Lymphknoten lassen sich damit besonders gut untersuchen

Farbultraschall=Farbduplexsonografie: zwei nicht ganz identische Worte, jedoch beschreibt beide die Untersuchung von fließenden Substanzen, wie das Blut. Durch den Einsatz von Farbe lässt sich sehr gut die Durchblutung von Gewebe und Blutgefäßen beurteilen.

Gefäßwanddicke: Die Dicke der Gefäßwand, insbesondere der Halsschlagader, erlaubt eine gute Einschätzung der Durchblutung der Herzkranzgefäße. Damit lässt sich beurteilen, ob ein größeres Risiko für die koronare Herzkrankheit besteht. Ferner lässt sich abschätzen, ob bei erhöhten Cholesterinwerten eine medikamentöse Therapie sinnvoll ist oder abgewartet werden kann.

Nierenarterienstenose: Verengung der Nierenarterie, gelegentliche Ursache für hohen Blutdruck

pAVK: periphere arterielle Verschlusskrankheit: meist Durchblutungsstörungen in den Beinen

Lungenfunktionsdiagnostik: Untersuchung der Lunge bei V. a. Asthma, chronischer Bronchitis oder COPD. Insbesondere bei Rauchern sehr zu empfehlen.

Rektoskopie: Spiegelung des Enddarms, im Gegensatz zur Koloskopie (komplette Darmspiegelung) wird hier nur das letzte Stück Darm (10-20 cm) gespiegelt

Gesundheitsuntersuchungen: gesetzliche oder freiwillige Vorsorgeuntersuchungen

Krebsvorsorge: Untersuchung auf Prostatakrebs, Darmkrebs und orientierend auf Hautkrebs

Hautkrebsvorsorgeuntersuchung: genauere Untersuchung auf Hautkrebs. Hierbei wird der gesamte Körper inkl. Kopf, Oberköper, Unterkörper wie auch Arme und Beine auf verdächtige Hautveränderungen untersucht.

Dermatoskop: Ein Hilfsmittel, um Hautkrebs noch genauer erkennen zu können. Eine beleuchtete Lupe mit 10facher Vergrößerung. Unter den Fachleuten wird derzeit noch diskutiert, ob dieses Hilfsmittel zur Hautkrebsvorsorge mitbenutzt werden muss oder nicht. Daher verlangen manche Ärzte eine Gebühr für die Benutzung des Dermatoskops. In meiner Praxis wird jede Hautkrebsvorsorge (wenn verdächtige Hautbezirke vorliegen) mit Dermatoskop durchgeführt, ohne zusätzliche Gebühr.

Dermatoskopie-Scores: ein bestimmter Algorithmus, um Hautveränderungen zu klassifizieren. Gibt zusätzliche Informationen bei der Beurteilung von Hautveränderungen und erleichtert die Entscheidung zwischen gutartig und bösartig.

IGEL-Leistung: Individuelle Gesundheitsergänzungs-Leistungen. Gemeint sind damit Leistungen, die ergänzend zum von den gesetzlichen Kassen erlaubten Ausmaß von Patienten in Anspruch genommen werden können. Allerdings übernimmt die gesetzliche Kasse hierfür nicht die Kosten, diese sind also von Patienten selbst gemäß der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) zu zahlen. Voraussetzung für die Berechnung solcher IGEL-Leistungen ist aber, dass vorher ein Behandlungsvertrag in schriftlicher Form geschlossen wurde. Beispiele von Leistungen, die die Kassen nicht übernehmen:

  • Reiseimpfberatung bei Fernreisen
  • Beratungen über Patientenverfügung
  • Beratung und Behandlung bei MRSA-Befall
  • Knochendichtemessung.
  • erweiterte Vorsorgeuntersuchungen
  • Wunschuntersuchungen des Patienten.

DMP-Programm: Ein besonderes von den Kassen angebotenes freiwilliges Programm für bestimmte Erkrankungen, zum Beispiel Diabetes mellitus. Vorteil für den Patienten: Häufigere Untersuchungen zum Verlauf der Erkrankung bei Ärzten, die sich zu besonderer Weiterbildung verpflichten. Vorteil für den Arzt: Er bekommt dafür mehr Geld. Vorteil für die Krankenkassen: Durch die intensivere Überwachung der Erkrankung bei besser ausgebildeten Ärzten kann möglicherweise die Erkrankung positiv beeinflusst werden, was weniger Kosten bedeutet. Langfristig also ein Vorteil für alle Beteiligten.

Blutbild: im medizinischen Sinne eine Bestimmung nur ganz weniger Blutwerte, nämlich Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), Hämatokrit (Anteil der Zellen im Blut), MCV (Größe der roten Blutkörperchen), MCH (Farbstoffgehalt der roten Blutkörperchen), MCHC (Konzentration des roten Farbstoffs), Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen). Ein großes Blutbild beinhaltet zusätzlich die Differenzierung (Unterscheidung) der weißen Blutkörperchen in Granulozyten, Lymphozyten, Eosinophile, Basophile und andere. Nicht zum Blutbild gehören alle anderen Blutwerte, also z. B. Leberwerte, Nierenwerte, Schilddrüse, und viele andere Parameter. Der medizinische Laie versteht unter Blutbild meist etwas anderes, nämlich einfach eine Laboruntersuchung verschiedener Blutparameter.